Die Innerstetalsperre   Die Innerste-
Talsperre, ein
gutes Revier
für Segler,
Surfer und
Angler, ist
nur fünf Kilo-
meter vom
Stellplatz
entfernt.
 

machten dem ersten Anlauf Mitte des vierzehnten Jahr- hunderts ein frühes Ende.

Zink, Blei und Silber
lockten Abenteurer

   Ein unverhoffter Zufall be- scherte dem Ort seine zweite Blüte. Der Bergmann Kaspar Bitter entdeckte anno 1530 am Kranichsberg einen reichen Erzgang und setzte damit eine Entwicklung in Gang, die bis in

 

das zwanzigste Jahrhundert anhalten sollte.
   Denn der Landesherr, Her- zog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel, war von dem gefundenen Silbererz so fasziniert, dass er befahl, auch im Tal der Laute den Bergbau aufzunehmen.
   Bergleute aus dem Erzgebirge kamen in den Harz, trieben Stollen und Schächte in die Tiefe,  förderten mühsam

 

vor allem Blei und Silber, aber auch Gold aus dem Berg.
   Für die Gäste von heute sind die Spuren des Bergbaus im Ort leicht zu entdecken. Viele Häuser tragen Schilder, die auf die große Geschichte hinweisen: das Richterhaus etwa, die Pochjungenschule, die Berginspektion oder das Hüttenamt.
   Das Angenehme - einen Spaziergang  durch die Natur -

 

verbindet der sieben Kilometer lange Kunstgraben mit dem Interessanten - der Spuren- suche nach der Bergbau- historie. Durch das Tal der Innerste von Lautenthal nach Wildemann verläuft das alte Bewässerungssystem, das die Bergwerke mit dem kostbaren Nass versorgte.

Unter Tage mit dem
Erzkahn unterwegs

   Der zweite Teil der Spurensuche steigt in der Umgebung des Ortes. Hier haben die Lautenthaler einen Bergbaulehrpfad über Tage eingerichtet, der zu zahl- reichen Zeugnissen des Bergbaus führt: allen voran zu einem rekonstruierten Feld- gestänge, das von einem Wasserrad über eine Strecke von etwa 60 Metern angetrieben wird.
   Allerdings ist auch dieser Weg wegen der vielen Stei- gungen ein nicht ganz ein- faches Vergnügen - der Orts- kern von Lautenthal liegt etwa 300 Meter über Normalnull, die umliegenden Berge erreichen immerhin schon eine Höhe von rund 620 Metern.

 
Seite 5